8.6.: von Gairlochy nach Corpach/Fort William

Am morgen sollen wir um 12:00 Uhr für die Treppenschleusen bereit stehen. Aus 12:00 Uhr wird dann 1:00 Uhr und dann geht es los.

Durch 8 Stufen dieser Treppenschleuse müssen wir hindurch.

Rolf L.  führt oben die Taue und ich darf unter Motor kurz in die nächste Schleuse fahren, wenn sich die Schleusentore komplett geöffnet haben.

Insgesamt hat der Caledonian Kanal 29 Schleusen. Nach der Treppenschleuse liegen noch 2 Schleusen vor uns. Die letzte Schleuse  verbindet den Kanal mit dem Meer. Wir lassen uns Tipps geben, wo wir die Nacht am besten verbringen, denn  Fort William hat gar keinen Hafen.

Wir entscheiden uns für einen Ponton gleich nach der letzten Seeschleuse.

Offensichtlich war das die richtige Wahl, denn kurze Zeit später fragt ein Segler an, ob er sich im Päckchen an unser Boot legen darf. Na klar, den Segler kennen zudemaus der Treppenschleuse.

Wir kommen schnell ins Gespräch und John hat bereits einen Tipp, wo wir jetzt noch einkaufen können. Es ist ein lauer Sommerabend und wir entschließen uns, den mitgeführten Grill zum Einsatz zu bringen.

Als wir kurze Zeit später John im Laden beim Einkaufen wiedertreffen, entschließen wir uns schnell, John zum Grillabend auf unser Boot einzuladen. John sagt zu. Wir stocken unseren Einkaufswagen auf.

Es wird ein lockerer Grillabend. John ist Fischer im Ruhestand. Sein Sohn führt den Laden weiter. John kennt in der Region jeden See, jeden Kanal und alle Meere im Umfeld. Durch den Caledonian Kanal ist John wohl bereits 30 Mal gefahren.

John wird zu unserem perfekten Planer der nächsten Segeltouren.

Wir erklären John, dass wir noch durch den Crinan Canal reisen wollen. John winkt ab. Das wäre zu zweit kaum zu schaffen, da die Reisenden die Schleusentore manuell selbst bedienen müssen. Das sei sehr, sehr anstrengend. Man könne sich gegen Bezahlung auch eine Hilfe hinzu buchen, aber in einem Tag sei das kaum zu schaffen.

Wir vertrauen auf Johns Ortskenntnisse und lassen uns die schnellste Route empfehlen. Diese führt uns über Oban zur Insel Gigha. Der nächste Step geht dann bis Bangor vor Belfast. Von dort über die Isle of man nach Liverpool. Die Strecke ist in 5 Tagen zu schaffen und die Winde hierfür sind günstig.

Wir freuen uns über diese tollen Tipps und wir genießen den Grillabend bei sommerlichem Wetter. Die beste Zeit loszufahren sei die Flut. Und die kommt um 3:00 Uhr. Die nimmt auf unseren Biorhytmus keine Rücksicht. Wir stimmen uns ab, dass wir um 3:00 Uhr aufstehen werden.

Am nächsten morgen verlassen wir gemeinsam um 3:45 Uhr diesen praktischen Liegeplatz.

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